5 Gründe, warum Geld dich nicht glücklich macht

Generation für Generation machen alle Menschen immer wieder den gleichen Fehler: Wir denken, dass mehr Geld uns glücklicher machen würde. Gerade in jungen Jahren wählen Menschen ihren Beruf danach aus, ob er ihnen ein hohes Einkommen verschafft, anstatt darüber nachzudenken, welcher Beruf wirklich zu ihren Talenten und Bedürfnissen passt und sie dadurch glücklich und zufrieden machen könnte.

Dr. Elizabeth Dunn and Dr. Michael Norton haben in ihrem Buch „Happy Money: The Science of Smarter Spending“ die größten Fehler, die wir in Geldfragen machen, zusammengefasst. Es gibt fünf Fehler, die wir in Gelddingen immer wieder machen – aber es gibt auch Wege, wie wir diese Fehler vermeiden und ein Fundament für langandauerndes Glück und Zufriedenheit errichten:

 

1.Wir bevorzugen Dinge statt Erlebnisse

Alles ist käuflich und über ein paar Klicks im Internet kann man sich leicht einen Überblick darüber verschaffen, was mit mehr Geld auf dem Konto alles möglich wäre: ein neuer Sportwagen, das allerneueste High-End-Smartphone oder ein Flatscreen-TV, der das Kino nebenan in den Schatten stellt.

Wenn wir herausfinden, dass uns ein Essen mit Freunden im Restaurant an der Ecke mehr Freude bringt als der Kauf des neuen Fernsehers, dann verändert sich langsam unsere Sichtweise auf Geld und wie viel wir wirklich brauchen. Studien zeigen, dass uns Erlebnisse langfristig glücklicher und erfüllter machen, weil sie uns mehr mit anderen Menschen verbinden und uns dazu bringen, neue Erfahrungen zu machen. Denke immer auch an die Geschichten, die du noch in Jahren erzählen kannst! Dazu wird der Fernseherkauf nicht taugen.

 

2. Wir wollen mehr Geld statt mehr Zeit für uns

Oft verharren wir so sehr in dem Irrglauben, dass wir unbedingt mehr Geld verdienen müssen – machen Überstunden, investieren viel Geld in zusätzliche Ausbildungen, die uns zu einem Karieresprung mit noch längeren Arbeitszeiten verhelfen – und vergessen dabei das, was wir uns nicht kaufen können: Lebenszeit.

Wohlhabendere Menschen verbringen oft Zeit mit stresserzeugenderen Beschäftigungen als Normalverdiener: Arbeiten, oft 50-60 Stunden pro Woche, Einkaufen, Fahrzeiten vom Arbeitsplatz nach Hause.
Überlege doch lieber, was dir nicht mehr Glück und Zufriedenheit bringt und was dich regelmäßig Geld kostet, z.B. das Ferienhaus, das du seit Monaten nicht mehr nutzt, überflüssige Versicherungen oder Abos, die du aus purer Faulheit noch nicht gekündigt hast. Überlege, was du wirklich brauchst, um glücklich zu sein. Oft brauchst du dafür weniger Geld als du denkst und musst demnach auch nicht 50 oder 60 Stunden pro Woche arbeiten. Reduziere die Arbeitszeit und mehre die Zeit mit Freunden und Familie. Das wird dich gelassener und zufriedener machen.

 

3.Du denkst, eine Dachgeschosswohnung wird dich glücklich machen

Das Ziel vieler hart arbeitenden Menschen und Gutverdiener ist das Haus am See oder die Dachgeschosswohnung. Doch Studien zeigen, dass Menschen, die in eine eigene, größere Wohnung umgezogen sind, nach 5 Jahren zwar mit ihrer Wohnsituation zufriedener sind als zuvor, aber nicht mit ihrem Leben an sich. Auch sind Eigentümer nicht glücklicher als Mieter.

Wenn du als Mieter unglücklich warst, wirst du als Eigentümer nicht glücklicher sein. Also kannst du auch jetzt schon, ohne einen teuren Kredit aufzunehmen und Sklave der Bank zu werden, anfangen an deinem Glück zu arbeiten: Es kommt nämlich nie von außen, sondern nur aus dir selbst. eine Möglichkeit ist hier Meditation.

 

4. Du gönnst dir zuviel des Guten

„Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich jeden Tag Sushi essen“ an diesen Gedanken aus meiner Studentenzeit erinnere ich mich allzu gut. Und heute? Sushi ist nicht mehr die teure Delikatesse wie es sie damals war und theoretisch könnte ich jeden Tag Sushi essen. Doch nach zweit Tagen am Stück Sushi bin ich dessen für Monate überdrüssig. So geht es und mit den meisten Dingen: Wenn wir uns sie leisten können, und dies auch im Übermaß tun, werden sie uns nicht mehr die Befriedigung geben als zu Zeiten, als wir uns sie nur ab und an leiten konnten. Du erreichst dann ein Maß der Übersättigung, ab dem du keine Befriedigung mehr aus diesen Dingen ziehen kannst.

Deshalb: Du wirst dauerhaft glücklicher sein, wenn du dir Dinge nicht im Überfluss gönnst. Der beste Champagner, der beste Kaviar und die schönsten 5-Sterne-Hotels werden irgendwann langweilig, wenn man es übertreibt. Warum also willst du soviel Geld verdienen, dass du dir so etwas dauern leisten kannst?

 

5. Wir verwenden zu viel Geld für uns als für andere Menschen

Ich habe das Geld hart verdient, also muss ich mir davon auch was Gutes für mich gönnen.

So denken leider viel zu viele Menschen. Dass man sich als Belohnung für eine gute Leistung etwas Schönes gönnt, ist gut und richtig. Aber du solltest auch immer an andere Menschen denken. “ Studien zeigen, dass wir dauerhaftes Glück finden können, indem wir unser Geld in andere investieren. Seien es Kinder, Wohltätigkeitsveranstaltungen oder die Freunde, die wir zum Essen einladen. Je mehr Geld wir anderen geben, desto mehr dauerhaftes Glück ist uns selbst sicher.

Wir investieren damit also nicht nur in zwischenmenschliche Beziehungen, sondern hauptsächlich in uns selbst. Jeder Euro, den du anderen gibst, wird dutzendfach in Form von Zuneigung, Zufriedenheit und dauerhaftem Glück zu dir zurückkommen.

 

Alles Liebe,

Oliver

 

 

 

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