Bella Italia- ein Restaurant oder eine Bar in Italien eröffnen: Tipps und Wissenswertes

Italien ist ein atemberaubend schönes Land. Von Nord-bis Süditalien offerieren sich traumhafte Regionen, die lebens-und liebenswert sind: Venedig, das Aostatal, Florenz, Umbrien, Rom, Kampanien, Sardinien oder Sizilien. Das Essen erreicht hier einen unfassbar hohen Stellenwert. Wegen seiner berühmten Küche und dem angenehmen Klima gehört Italien zu den beliebtesten Reiseländern Europas.

In Italien gilt: Essen ist Frohmut, ein gesellschaftliches Ereignis und einfach wundervoll.
Kann es sich lohnen, ein Restaurant oder eine Bar in Italien zu eröffnen?

Wie in jedem anderen Land wirst du Vor-und Nachteile finden. Jeder, der es bisher schon gewagt hat, in Italien sein eigenes Restaurant oder eine Bar zu eröffnen, hat seine ganz persönlichen Erfahrungen gemacht, abhängig von gesetzten Erwartungen und Vorstellungen.

In zwanzig wunderschönen Regionen mit Dutzend Provinzen fällt es nicht leicht, seinen Standort zu favorisieren. Beste Voraussetzung: Du kennst das Land, bist schon häufig hier gewesen und hast gewisse Tendenzen entwickelt. Italien zeigt regional unterschiedliche Lebensqualitäten auf. So zeigen sich im Süden des Landes mit Apulien, Kalabrien oder Kampanien die strukturschwächeren Regionen, gegenüber den nördlichen Gefilden wie Tirol, Piemont oder Lombardei.
Fest steht, wer sich in Italien mit einem eigenen Restaurant oder einer Bar niederlässt, sollte sich bewusst sein, das die wunderschönen Orte weniger mit herrlichen Strandtagen zu vereinbaren sind, es ist Alltag. Je nach dem, welches Geschäftsmodell du wählst, kannst du es dir so einrichten, dass sich ein erfülltes Arbeitsleben und gleichzeitig die Sonnenseiten Italiens miteinander verbinden lassen.

 

 

Es muss nicht immer Pizza, Pasta oder Pesto sein!

Die Bandbreite an unterschiedliche regionalen Küchen in Italien ist überwältigend.

Abhängig davon, was du dir vorstellen kannst, sind Lokalitäten aller Art willkommen. Italien gibt vor, und du darfst dich mit deinem Stil verwirklichen. Sei es das traditionelle Gasthaus (La Trattoria) als preiswerte Alternative zum Ristorante, wo es in der Regel auch keine Pizza und auch keine Panini gibt. Die schnelle Mittagsmahlzeit oder etwas für den kleinen Hunger zwischendurch bieten viele Bars, die sich besonders in den großen Städten bewährt haben. Im Trend liegen die sogenannten L´Agriturismo. Hier wird nur eine begrenzte Speisewahl angeboten. Die verwendeten Lebensmittel stammen aus eigenem Anbau und eigener Zucht. Hier findet man keine aufgewärmten Tiefkühlgerichte, vielmehr setzt man auf lokale und regionale frische Speisen.

Die Einheimischen besuchen gern ihre L´ Osteria, wo in der Regel eine reduzierte Speisekarte mit einfachen Speisen lockt.
Und es finden sich viele weitere Speiselokale:

  • Birreria ist ein Bierlokal mit einfachen Gerichten in allen Varianten.
  • Paninoteca bietet belegte Brötchen und andere Kleinigkeiten an, es ähnelt einem Schnellimbiss.
  • Enoteca ist eine Art Probierstube. Hier werden Feinkostspezialitäten und Weine verköstigt.

Deutsche, österreichische, europäische oder mediterrane Gerichte haben sich in Italien etabliert. In Italien isst man international.

 

Was für die Eröffnung eines Restaurants oder einer Bar in Italien alles geregelt werden muss:

Da Italien ein Mitglied der EU ist, sind die Aufenthalts-und Einreisebestimmungen unkompliziert. Auf Antrag erhältst du bei der entsprechenden Kommune deine Steuernummer (codice fiscale). Mit dieser meldest du deine umsatzsteuerpflichtige Tätigkeit beim Finanzamt an.
Die Lebenshaltungskosten sind in Italien etwa 10 Prozent höher als in Deutschland. Mailand zählt zu den teuersten Städten.
Wenn du allen erforderlichen Anmeldungen nachgekommen bist, kannst du als „Inländer“ ohne Schwierigkeiten ein Bankkonto eröffnen.
Deine Investitionskosten sind abhängig von dem jeweiligen Geschäftsmodell. Du solltest etwa 15.000 – 50.000 Euro einplanen.
Die durchschnittlichen Mietpreise liegen für deine eigene Wohnung je nach Lage und Ausstattung zwischen 800 und 1300 Euro.
Du solltest die italienische Sprache erlernen oder im besten Fall beherrschen.
Bitte berücksichtige, dass in Italien alles etwas langsamer vonstattengeht, sowohl in der freien Wirtschaft als auch bei den Behördengängen. Der überkorrekte Deutsche muss sich an die italienischen Gepflogenheiten gewöhnen. Die Lebenseinstellung und die Mentalität der Italiener ist nun mal eine andere.

 

Die wohl schönsten Orte, die zur Auswahl stehen, um dich mit einer Bar oder einem Restaurant in Italien selbstständig zu machen:

Letztendlich muss die Region zu dir passen. Du musst dich wohlfühlen, denn nur so kannst du etwas verkörpern und dich verwirklichen. Essen ist Genuss und soll den Menschen Freude bereiten. Das umzusetzen, liegt ganz bei dir. Italien hat für jeden etwas zu bieten: ‚Das historische Schwergewicht Rom, die tolle Küste Sardiniens, der Wein der Toskana, die mondänen Orte am Gardasee oder das unbändige Treiben in Neapel. Werfen wir noch einen Blick auf die schönsten und interessantesten Orte:

  • Die Toskana mit zauberhaften Orten wie San Gimignano und Siena.
  • Sirmione am Südufer des Gardasees.
  • Die traumhafte Insel Capri im Golf von Neapel.
  • Manarola, das zweitkleinste und wohl bezauberndste Dorf der Cinque Terre in der Region Ligurien.
  • Sorrent, die beeindruckende Stadt von Kampanien.
  • Turin, die Perle im Nordwesten Italiens in der Region Piemont.

Viele Deutsche haben sich den Traum eines Restaurants oder einer Bar in Italien erfüllt. Es kann durchaus deine Erfüllung sein, hier dauerhaft zu leben und zu arbeiten und die Schönheit des südlichen Landes zu genießen.