Unglücklich im neuen Job? Diese 7 Fragen solltest du dir stellen.

Dein Job, deine Arbeit oder deine Aufgaben, mit denen du Geld verdienst, haben einen großen Stellenwert im Leben. Viele Menschen fristen ihr berufliches Dasein jedoch in einer unerfüllten Anstellung. Dauerkonflikte mit Kollegen, Langeweile, Unterforderung oder gar eine miese Bezahlung lassen nicht darauf schließen, das man in seinem Job glücklich ist. Konsequenz: Die Reißleine ziehen und kündigen. Aber wie schaut es auf der neuen Arbeitsstelle aus, Gesetz dem Fall man wagt ein neues berufliches Kapitel, stellt aber nach kurzer Zeit die gleiche oder eine ähnliche Situation fest?

Es gibt zwei Möglichkeiten. Wäge gut ab und kontrolliere mittels der folgenden Angaben, ob es an der Zeit ist, den Arbeitsplatz zu wechseln, oder ob es sinnvoller wäre, seine Haltung noch einmal zu überdenken.

 

Es gibt Signale, die für einen Arbeitplatzwechsel sprechen:

  • Du hast kaum Herausforderungen und entwickelst dich nicht weiter.
  • Lernen und Wachsen, diese Rahmenbedingungen bleiben von deinem Arbeitgeber unerfüllt.
  • Du wirst in der Umsetzung deiner Ideen blockiert. Das tötet deine Schöpferkraft.
  • Du bist nur noch da, weil du das Gefühl der Sicherheit brauchst. Du verharrst in der Komfortzone. Das Konzept der Sicherheit ist die wohl größte Lüge in unserer heutigen Gesellschaft.
  • Offenbar bist du in der Firma das „Mädchen für alles“ und fühlst dich überfordert. Dein Chef meint, du solltest überall belastbar sein können. Das führt unweigerlich zu Dauerstress.
  • Du kannst dich zu 100 Prozent nicht mit dem Unternehmen identifizieren. Du wirst niemals glücklich, wenn du immer und immer wieder feststellst, dass Firmenregeln gegen deine Wertvorstellungen verstoßen.
  • Dein Chef ist permanent unzufrieden und ein ewiger Nörgler. Nichts kann man ihm recht machen. Von Anerkennung keine Spur. Diese negativen Gefühle übertragen sich mehr und mehr auf dich, so wirst du auch hier nicht glücklich.

Es gibt aber auch die Zeit zum Umdenken- erlaube dir eine neue Haltung!

 

Diese Fragen solltest du dir stellen, wenn du im neuen Job unzufrieden bist:

 

1. Kannst du deinen Job wertschätzen?

Gern übersehen wir, dass unsere Arbeit auch viel Wertvolles und Gutes zu bieten hat. Hier dominiert die Selbstverständlichkeit. Zu gern füllen wir die negative Seite der Waagschale, die positive Seite der Schale bleibt allerdings leer.

 

2. Bist du konzentriert bei der Arbeit?

Beobachte dich: Wie oft bist du bei deiner Arbeit abwesend und schweifst mit den Gedanken ab? Gedanklich nicht in der Gegenwart zu sein, schafft Unzufriedenheit. Diese wiederum gibt dir das Gefühl, in deinem Job nicht glücklich zu sein.

 

3. Schätzt du, was du leistest?

Du kannst nicht allen Aufgaben gerecht werden. Sei dir dessen bewusst. Das beruht nicht darauf, dass du dich zu wenig anstrengst oder das du zu schlecht organisiert bist. Vielmehr ist es die Menge an Aufgaben, welche dich überrollt. Halte inne, versuche das, was du geschafft hast, wertzuschätzen. Nur so erkennst du deine Leistung.

 

4. Wie steht es um deine Motivation?

Deine Arbeit ist Genuss! Wenn du so empfindest, dann bist du auf der sicheren Seite und motiviert. Entspricht deine Arbeit lediglich dem Broterwerb, reduzierst du sie auch darauf. Du schränkst deine Motivation ein, denn dein Job ist nur eine üble Notwendigkeit. Setze den Schalter in deinem Kopf um. Was magst du an deiner Arbeit? Und welchen Nutzen bringt sie dir?

 

5. Bleibst du immer bei den Tatsachen?

Ein Kunde hat dein Angebot abgelehnt. Du bist nicht glücklich darüber. Hier kommt es auf deine eigene Interpretation an. Möglicherweise kann dich der Kunde nicht leiden, das entspricht lediglich einer Spekulation. Tatsache aber ist, dein Angebot war teurer, als das der anderen Anbieter.

 

6. Gelingt es dir, negative Interaktionen zu vermeiden?

Wie reagierst du auf Klatsch und Tratsch? Achte darauf, um so mehr du dich negativen Spekulationen widmest, saugst du auch negative Informationen auf. Versuche, dich rauszuhalten und vermeide diese Art der Interaktion.

 

7. Besitzt du Resilienz?

Misserfolge, Konflikte oder Niederlagen, keiner ist vor ihnen gefeit. Wenn du dich an dieser Stelle bewusst auf deine Stärken und Fähigkeiten besinnst, fällt es dir leichter mit negativen Erlebnissen umzugehen. Befasse dich erst mit dem Problem, wenn es wirklich da ist. Schwarzmalerei im Vorfeld hat noch niemandem gutgetan. Nimm das Problem zum gegenwärtigen Zeitpunkt an, halte inne und beruhige deinen Herzschlag.

 

Mein Tipp für dich: Übe dich in einfachen Achtsamkeitsübungen. Das hilft dir, dich und deinen Job bewusster wahrzunehmen. Versuche, diese Übungen in deinem gesamten Tagesverlauf einzubringen. Achtsamkeit strebt nichts an, sie sieht einfach nur, was schon da ist. Überlege dir jeden Tag, gleich morgens, welcher Tätigkeit du heute besondere Aufmerksamkeit schenken möchtest. Nimm dir nichts Großes vor, aber gönne dir diese Zeit für dich. Registriere, was in deinem Körper vorgeht, welche Gedanken und Gefühle präsent sind und kehre wieder zurück in das Hier und Jetzt.

Leave it, love it or change it- Es ist deine Zeit zu leben!