Unglücklich obwohl alles gut ist: Diese 7 Fragen solltest du dir stellen.

Gerade hast du dir ein neues Auto gekauft. Glückwunsch! Du bist umgezogen, und hast dir endlich deinen Traum von einer eigenen, hübsch eingerichteten Wohnung erfüllt. Hervorragend! Du lebst in einer intakten Beziehung und fühlst dich wohl. Das ist wunderbar! Deine Freunde sind herzliche Menschen, sie tun dir gut. Fantastisch! Im Job läuft es rund, du arbeitest mit Erfolg. Großartig!. Du bist gesund.
An dieser Stelle würde wohl jeder Außenstehende zu der Feststellung kommen: Dieses Leben verläuft perfekt. Es sprüht vor Glück.

Nun kommst du und verdrängst diese Wahrheit, indem du erklärst“ Ich fühle mich nicht wohl, irgend etwas fehlt mir zum Glück. Ich bin unglücklich, obwohl ich glücklich sein sollte.“

Der Unglückliche empfindet Lachen bereits als Kränkung.

(Lateinische Lebensweisheit)

Der Mensch trägt unbewusst das Bedürfnis nach Unzufriedenheit in sich. Ständig ist er auf der Suche. Er arbeitet hart daran, seinem Erfolg ein negatives Image zu verleihen. Schon in der Bibel heißt es: „Herr, was ich befürchte, ist über mich gekommen.“
Ein ganz banales Beispiel: Du hast dir ein neues Auto gekauft. Im ersten Moment bist du unsagbar glücklich und stolz. Im Nachhinein stellst du fest, dass dir die dunkelblauen Sitzbezüge überhaupt nicht mehr gefallen. Grübelnd und unzufrieden überlegst du nun, diese Sitze wieder auszutauschen. Rot, ja rot wäre besser. Ohne es wirklich zu merken, bewegst du dich in einer Endlosschleife. Vermutlich ist es eine Frage der Zeit, dass dir die neuen roten Sitze auch nicht mehr gefallen, oder irgendetwas anderes.

Ständig umgarnt uns das Gefühl, das etwas fehlt, was uns so richtig glücklich macht. Wir stellen keine lösungsorientierten Fragen, vielmehr setzen wir den Fokus auf Probleme. Auf Probleme, die meist gar nicht vorhanden sind. Wir beschäftigen uns mit dem Nachbarn, der, wahrscheinlich auch aus Unzufriedenheit, wieder meckern muss und verschwenden wertvolle Energien. Diese Beschwerden blockieren unser Denken und hindern uns daran, Wege zu erkennen und Lösungen zu finden. Zwangsläufig fühlen wir uns unglücklich, obwohl wir glücklich sein sollten.

 

Setz dich mit einer Tasse Tee gemütlich auf dein Sofa und stelle dir die folgenden 7 Fragen.

 

1. Bin ich unglücklich, obwohl ich glücklich sein sollte, weil ich die wirklichen Wünsche meiner Seele nicht kenne?

Um das herauszufinden, brauchst du Geduld und Zeit. Spüre in dich hinein und sei ganz still dabei. Wenn du dir ausreichend Zeit und Raum gibst, wirst du daran wachsen, und dich bald auf das Wesentliche in deinem Leben zu konzentrieren.

 

2. Bin ich unglücklich ohne Grund, weil ich den Tag nicht mit Dingen starte, die mir guttun?

Achtung: Lege den Fokus auf die Dinge, die DIR guttun! Alles, was du tust, tust du nur für dich selbst. Nimm dich, wie du bist und sei da, wo du bist. Egal ob du schwimmen gehst, die Blumen betrachtest oder einfach nur auf deinem kuschligen Sofa Musik hörst: Wichtig ist, das du diesen Dingen deine volle Aufmerksamkeit schenkst, und dabei wahrnimmst, wie es dir geht.

 

3. Bin ich unglücklich ohne Grund, weil ich jede freie Minute für meinen Job opfere?

Hier fließt oft falscher Ehrgeiz hinein. Man hängt sich nicht nur in Projekte rein, sondern drängt sich diese förmlich auf. Versuche loszulassen. Denn irgendwann holt dich der Missmut ab. Es entsteht Leere und Sinnlosigkeit. Es verhält sich wie bei dem Kauf des Autos. Nach tiefer Sehnsucht und Erfüllung des Glücks bleibt die eigentliche Zufriedenheit aus.

 

4. Zeige ich meine wahren Gefühle oder verstecke ich mich hinter einer Maske?

Du musst dich nicht verbiegen, um anderen zu gefallen. Es zieht extrem viel Energie, es allen anderen Recht zu machen. Andere Menschen werden durch deine Intervention nicht glücklicher, weil sich ohnehin nur jeder selbst glücklich machen kann. Wen willst du tatsächlich beeindrucken?

 

5. Respektiere ich mich und meine Entscheidungen?

Egal wie verrückt deine Entscheidungen sind und was andere darüber sagen, respektiere diese. Es ist einzig und allein deine Entscheidung, und letztendlich trägst du die Folgen daraus oder erntest die Lorbeeren. Keiner weiß im Voraus, was richtig oder falsch ist. Aber du hast es ausprobiert. Das zeugt von Stärke und großem Respekt vor dir selbst. Du hast dir Vertrauen geschenkt und bist deiner Intuition gefolgt.

 

6. Jage ich Genüssen hinterher und bin deshalb unglücklich, obwohl ich glücklich sein sollte?

Hier taucht das große Hindernis der Begierde auf. Dieses verleitet uns dazu, Genüssen hinterherzujagen. Es handelt sich um die verflixten Vergnügungen, von denen wir nur schwer lassen können. Sei es das Häppchen Schokolade hier oder das Unterhaltungsfilmchen da. Aufgegessen und zu Ende geschaut, was bleibt übrig? Mehr Gewicht und verschwendete Zeit. Es ist eine Art Sucht, denn nur kurze Zeit später verlangt es uns nach dem nächsten Genuss. Diese Art im Moment zu leben, lenkt uns nur von uns selbst ab. Das tut uns nicht gut, denn wirklich glücklich sind wir über das Ergebnis unserer Rastlosigkeit auch nicht.

 

7. Bin ich unglücklich ohne Grund, weil ich bestimmte Eigenschaften an mir nicht mag?

Kritisierst du viel an dir herum, oder gelingt es dir dich so zu nehmen, wie du bist? Es wird immer Teile an dir geben, die ungeliebt sind. Es sind deine Schatten. Unsicher, ängstlich, egoistisch oder ungeduldig. Denke daran, niemand ist perfekt, auch du nicht. Nimm diese von dir ungeliebten Eigenschaften und umarme sie, sie sind ja schließlich ein Teil von dir. Wenn du aufhörst zu bewerten, macht plötzlich alles einen Sinn.

 

Schau dir die Fragen und die möglichen Antworten darauf noch einmal ganz genau an. Du wirst feststellen, dass vieles, wenn nicht sogar alles über die Selbstliebe gelingen kann.

Tipp für gutes Gelingen zum Glücklichsein: Liebe dich selbst, mit all deinen Sinnen und mit deinen inneren Werten. Befreie dich von Besitzdenken und dem Macher-und Egowahn. Ehre nicht das Auto, welches du erworben hast, sondern dich, weil es dir gelungen ist, es zu erwerben. Menschen, die ihre Einmaligkeit erkannt haben und ihre Identität bejahen sind stabil und glücklich.