Ein Restaurant oder eine Bar in China eröffnen: So geht´s

China ist ein gigantisches Land mit zahlreichen großartigen Städten und Landstrichen.
Sei es Shanghai- Chinas Boomtown Nummer eins, die tropische Insel Hainan, die historische Stadt Xi´an, das touristische Zentrum Südchinas Guangzhou oder die ehemalige britische Kronkolonie Hongkong, deren glitzernde Fassade Millionen Touristen anzieht.

 

 

Kleine Landeskunde- Das solltest du wissen, bevor du ein Restaurant oder eine Bar in China eröffnest

China bietet mannigfaltige Anziehungspunkte, die zunehmend touristisch erschlossen wurden. Umgeben von einer märchenhaften Landschaft offerieren sich Zeugnisse einer 5000 Jahre alten Kultur. Um sich in einem Riesenreich wie China zu verwirklichen, bedarf es einer gewissenhaften Analyse.

Offizielle Angaben zu den unterschiedlichen Religionen in China gibt es nicht. Es herrscht Religionsfreiheit. Gemäß überlieferter Daten leben in China überwiegend Buddhisten, gefolgt von protestantischen Christen, Muslimen, Katholiken und Daoisten.
Shanghai, Peking, Kanton und Shenzhen verfügen über ein eine gut ausgebaute Infrastruktur. Weitere interessante Städte, um über eine Ansiedlung nachzudenken, sind: Chengdu, Xi´an, Chongqing und Shenyang. Hier zeichnet sich eine fortgeschrittene Internationalisierung ab.

 

Was musst du rechtlich beachten und wie gestaltet sich deine Einreise, um selbstständig ein Restaurant oder eine Bar in China zu eröffnen?

Die Voraussetzungen, um in China arbeiten und leben zu können und sich gleichzeitig den Traum von einem eigenen Restaurant oder einer Bar zu verwirklichen, sind komplex und nicht wenig restriktiv. Zunächst benötigst du ein entsprechendes Visa, in deinem Fall wäre dies das Arbeitsvisum (Z-Visa).
Zu deinem Vorhaben ein Restaurant oder eine Bar in China zu eröffnen, erteilt die Botschaft in Berlin viele weitere wichtige Informationen.

Um ein Arbeitsvisum zu erhalten, sollte deine Bar, ein Restaurant oder ein Teehaus bereits existieren. Das bedeutet, du hast deinen Standort festgelegt und die entsprechende Räumlichkeit gekauft oder gemietet. Dazu ist entsprechendes Startkapital nötig. Erst wenn dein Restaurant registriert ist, kannst du eine Eröffnungsgenehmigung einholen.

Als Grundkapital, zuzüglich aller weiteren Ausgaben für das Herrichten des Restaurants oder einer Bar solltest du mindestens 500.000 Yuan (ca. 65.000 Euro) zur Verfügung haben.

Viele Restaurantbesitzer haben einen chinesischen Partner, auf welchen das Geschäft registriert ist. Hinsichtlich anfallender Steuern ist diese Variante günstiger. Steuerpflichtig bist du ab einem Einkommen von 120.000 Renminbi Yuan. Das entspricht etwa 14.500 Euro.

Für einen Deutschen sind die Lebenshaltungskosten in China vergleichsweise niedrig. Jedoch kostet das Leben in den Großstädten weit aus mehr, als in den Randregionen. Viele
Ausländer bevorzugen daher einen Standort, der wenigstens ein guter Ausgangspunkt für Touristen ist.

Ein Tipp: Sei zunächst offen für die chinesische Küche. Ein Anfangsangebot mit ausschließlich westlichen Gerichten ist nicht zu empfehlen. Es sei denn, du tauchst direkt in das westlich geprägte Lebensgefühl von Shanghai ein, und bist bereit alle anfallenden höheren Unterhaltskosten zu tragen.

 

Berücksichtige bitte auch folgende Kriterien:

Kulinarisch bietet China einen Hochgenuss der Sinne. Die Vielfalt, Raffinesse und Exotik der Küche wird seit Langem international geschätzt.

Die chinesische Küche (die echte, nicht die im Westen verbreitete) ist an Raffinesse und Vielfalt fast nicht zu überbieten.

In vielen Restaurants gibt es kein westliches Besteck und es wird mit Stäbchen gegessen, dennoch werden in westlich geprägten Regionen wie Shanghai europäische Gerichte gern angenommen.

Der Chinese tendiert nach ein paar Vorspeisen zu mächtigen und teuren Speisen. Zum Schluss werden Suppen und weißer Reis serviert sowie frisches Obst. Der Chinese verträgt in der Regel weniger Alkohol als ein Europäer.
Gern bieten die Chinesen ihre Freundschaft an, jedoch entspricht die chinesische Freundschaft primär einem Pflichtverhältnis.
In dem sozialistischen China herrscht ein bewachtes Leben.

Ein internationaler Führerschein ist in China nicht gültig. Unter Vorlage deines Führerscheins und einem Gesundheitszeugnis kannst du einen chinesischen Führerschein beantragen.

Zur Eröffnung eines Bankkontos genügen dein Reisepass, das Visum und der Nachweis über einen Wohnsitz.
Die Einkommensunterschiede sind nirgendwo auf der Welt so groß, wie in China.
Das Leben ist in diesem Land von pfennigarmen Tagelöhnern bis zu Milliardären geprägt.

 

Folgende Regionen könnten in die engere Wahl fallen, um dir deinen Traum von einem eigenen Restaurant oder einer Bar in China zu erfüllen:

  • Shanghai bietet als wirtschaftliches Zentrum des Landes ein internationales Flair, welches man in China nur selten findet. Viele Einwanderer haben diese Stadt bereichert, und so zeigt sich die Gastronomielandschaft mit einer Vielfalt unterschiedlicher Küchen.
  • Guangzhou ist die größte Provinz mit langer Tradition und einer beeindruckenden Geschichte. Hier herrscht ein lebendiges Treiben, bedingt durch viele internationale Interessenten im Bereich der Import-und Exportmessen des Landes und dem Guangxiao Temple, dem Wallfahrtsort für Zen-Buddhisten.
  • Xi´an ist das politische und kulturelle Zentrum des Landes. Die Besucher lieben die Authentizität in diesem Ort, geprägt von Geschichte, Lebensart und Kunst.
  • Qingdao ist eine idyllische Stadt mit einer üppigen Vegetation, welche von deutschen Einflüssen geprägt ist. Von 1898 bis 1914 gehörte der Ort zum Deutschen Kaisereich. Aus dieser Zeit stammt die Bierbrauerkunst, welche bis heute gepflegt wird. Die Nähe zur koreanischen Halbinsel ist Auslöser, dass sich hier auch viele Koreaner niedergelassen haben. Viele koreanische Gaststätten prägen das Restaurantbild.
  • Hongkong bildet das Zentrum des chinesischen Wirtschaftsbooms. Die pulsierende Metropole zieht jährlich unzählige Touristen an und überzeugt mit modernen Gebäuden und Attraktionen sowie herrlichen Grünflächen.

Nicht uninteressant sind die Regionen, welche eine besondere Bedeutung als Sonderwirtschaftszonen erreichen: Shenzen, Zhuhai, Shantou oder Hainan. Hier herrschen besondere Einreisebestimmungen, die insbesondere für Europäer gelockert wurden.

Wer es außergewöhnlich mag, darf auch die Tibet und Taiwan in seine engere Wahl schließen.
Für Menschen, die aufmerksam sind, ein interkulturelles Feingefühl besitzen, anpacken können und ein Abenteuer erleben möchten, erweist sich China als faszinierend, dynamisch und bunt.