Im Land der Tempel: Eine Bar oder ein Restaurant in Kambodscha eröffnen

Liebenswerte Orte wie Angkor Wat, Koh Rong, Siem Reap, Battambang und nicht zuletzt die aufregende Hauptstadt Phnom Penh zählen zu den erlebnisreichsten und interessantesten Orten in Kambodscha.
Das Land hat sich viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt. Anders als in dem Nachbarland Thailand erlebst du hier das wahre und echte Leben der Menschen ein Stück weit mit. Es fühlt sich authentisch an. Die Menschen in Kambodscha pflegen einen glücklichen, wenn auch schlichten Lebensstil. Ausländer heißen sie herzlich willkommen.

 

Kann es sich lohnen in Kambodscha ein Restaurant oder eine Bar zu eröffnen?

Mit Kambodscha assoziiert man eine schlimme Zeit, welche dieses faszinierende Land erfahren musste. Die Geschichte und die Schreckensherrschaft der Roten Khmer ist heute immer noch präsent. In seiner Entwicklung wurde das Land etwa 20 Jahre zurückgeworfen. Nichtsdestotrotz versuchen die Menschen die Schatten der Vergangenheit hinter sich zu lassen, um einer vielversprechenden Zukunft entgegen zu sehen. Das Land hat viel zu bieten, landschaftlich, historisch und kulinarisch.

 

Worauf muss ich achten und welche Gepflogenheiten prägen die Restaurantlandschaft in Kambodscha?

Nichts ahnend besucht man ein Restaurant und ist restlos begeistert von der kambodschanischen Küche und ihrer Vielfalt.
Amok (Khmer) ist sicher nicht das Wort, was man gern ausspricht, aber in Kambodscha ist es bezeichnend für mildes Curry, welches auf zahlreichen Fisch-, Huhn-, und Fleischspeisen verwendet wird. Es ist typisch für den kambodschanischen Stil und ausgesprochen lecker. Im Gegensatz zu Thailand sind hier die Speisen nicht einfach nur scharf, sie überzeugen mit einem feinen, leichten Geschmack. Viele Zutaten sind pikant mariniert und geraspelt.

Einheimische sowie Touristen lieben die kulinarische Vielfalt im Land. Zahlreiche Gemüse-und Verkaufsstände oder Garküchen laden ein, sich durch die vielseitige Khmer-Küche zu schlemmen. Beliebt sind süße Desserts: Bestehend aus Klebereis werden sie mit Bananen, Kokos und Nüssen in Bananenblättern eingewickelt angeboten. Du findest in Kambodscha viele landestypische Restaurants in einem eher sterilen Ambiente. Die Atmosphäre wird in der Regel von unterhaltender Livemusik geprägt. Ohne Unterhaltung kein Abendessen.
Westliche Restaurants setzen auf eine Standardauswahl in ihren Gerichten, die sowohl von Touristen als auch von den Einheimischen gern angenommen wird. Nur vereinzelt offerieren sich Spezialitätenrestaurants.

Ein typisches kambodschanisches Gericht ist z.B. das „Amok“-Fischcurry.

Welche Orte fallen in die engere Wahl, um ein Restaurant oder eine Bar in Kambodscha zu eröffnen?

In Phnom Penh finden sich neben traditionellen Restaurants einige trendige Kneipen und Designer-Restaurants. Das sollte dich nicht abschrecken, vielmehr solltest du das Potenzial erkennen, welches die Hauptstadt besitzt. Die „Perle Asiens“ ist auf dem besten Weg, ihren alten Glanz zurückzuerobern. Zentrale Stellen wie Sisowath Quay oder das quirlige Flussufer sind gesäumt von Restaurants, Bars und Cafés.
In Phnom Penh findest du eine enorme Auswahl an westlichen Restaurants, wo man jeden Abend etwas anderes essen kann. Die Speisekarte reicht von Steaks über Pizza, Pasta bis hin zu herzhaften Salaten. Selbst die französische Küche ist gut vertreten.

In Siem Reap überwiegen einfache Lokale und Travellerfood. Die Tempel von Angkor sind ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. In der lebendigen Stadt werden Bars und tolle Restaurants mit unterschiedlichsten Speise- und Getränkeangeboten gern besucht. Die Atmosphäre in dieser gemütlich erscheinenden Stadt lockt immer mehr Touristen an. Daraus resultierend zeigt Siem Reap durchaus Bedarf an schönen Bars und Restaurants.

 

Battambang

Der Ort zählt zu den besterhaltenen Kolonialstädten des Landes. Geschmückt von alten französischen Ladenhäusern unterscheidet sich Battambang von den Schickeria-Zielen Phnom Penh und Siem Reap. Die Atmosphäre spiegelt das „wahre“ Kambodscha wieder. Überschaubar reicht das Angebot von einem Fairtrade Café, über kleine Familienrestaurants bis hin zu exzellenten Restaurants mit europäischer und asiatischer Küche.

In dem Örtchen Sihanoukville haben sich bereits kleine Kolonien mit österreichischen und deutschen Gastronomen gebildet. Die touristische Infrastruktur begehrt in seiner wirtschaftlichen Entwicklung immer mehr auf.

 

Einreise, Visum, Lebenshaltungskosten, Startkapital- was muss ich beachten?

Eine Einreise nach Kambodscha ist denkbar einfach, sei es für Touristen, Geschäftsleute, Existenzgründer oder Arbeitswillige. Der Aufenthalt wird über ein Ed-Visum geregelt.
Im Zuge dessen beantragst du auch deine Arbeitserlaubnis, welche immer zum Jahresende erneuert werden muss. Wenn du deine Geschäftslizenz und eine Steuernummer hast, funktioniert in der Regel alles reibungslos.
Auch das Steuerrecht wird recht locker gehandhabt. Hier findest du eine Liste von Interessenvertretern.

Je nach Konzept fällt ein entsprechendes Startkapital an. Entscheidest du dich beispielsweise für ein komplett eingerichtetes und ausgestattetes Guesthouse mit Restaurant kannst du in günstiger Lage mit einer Abstandssumme von ca 35.000 US-Dollar (31,100 Euro) rechnen. Auch eine monatliche Mietzahlung kann vom Eigentümer angeboten werden.
In Kambodscha ist die Währung an den US-Dollar gebunden. Somit hat das Land offiziell zwei Währungen: den kambodschanischen Riel und den US-Dollar.
Betreibst du eine Bar in Kambodscha fallen jährlich 150 Dollar Gebühren für deine Geschäftslizenz an. Dein Investitionsvolumen sollte bei einer möglichen Anmietung wenigstens 15.000 Euro betragen.
Auch deine eigenen Unterkunftskosten sind bezahlbar. So fallen beispielsweise für ein einfaches Studio- Apartment etwa 150 Dollar im Monat an. Wasser, Strom und Internet sind bereits inbegriffen.
Lediglich die Waren für den täglichen Gebrauch sind etwas teurer als in den Nachbarländern, da in Kambodscha selbst wenig produziert wird und demzufolge die Logistikkosten nach oben ziehen. Durchschnittlich erwarten dich ca. 400 Dollar Lebenshaltungskosten im Monat.

Grundsätzlich sind die Hürden für Arbeitserlaubnis, Visum und Geschäftseröffnungen in Kambodscha sehr niedrig. Es gibt kaum bürokratische Beeinträchtigungen, das gilt sowohl für die Gründung eines Unternehmens als auch für Nachweise zu Einkommens- und Vermögensverhältnissen. Auch die Verlängerung des Visums erfolgt reibungslos und kostet ca. 300 US- Dollar im Jahr.

Die beliebteste Branche in Kambodscha ist der Tourismus. Die Eröffnung eines Restaurants oder einer Bar in Kambodscha ist eines der beliebtesten Geschäftskonzepte, auf welche viele Ausländer gern zurückgreifen und Erfolg verzeichnen.
Wenn du dich hier niederlässt, erfährst du die schönen Details aus dem Leben der Kambodschaner, erntest wunderbare Eindrücke, schaffst neue Perspektiven und gestaltest dir eine Basis für einen ruhigen Lebensabend am Golf von Siam.