Verliebt in Vietnam- Eine Bar oder ein Restaurant eröffnen

Palmenbestandene Sandstrände, Naturschönheiten wie die Bucht von Halong und menschenleere Bergwälder faszinieren die Besucher Vietnams. Herrliche Städte wie Hue oder Ho-Chi-Minh-Stadt bieten außergewöhnliche und kultur-historische Sehenswürdigkeiten.
Die Hauptstadt Hanoi mit ihren engen Gassen, einladenden Essensständen und interessanten Tempeln und Museen ist die beliebteste Anlaufstelle im Norden.

 

Warum kann es sich lohnen, in Vietnam ein Restaurant oder eine Bar zu eröffnen?

Es gibt viele Gründe in diesem herrlichen Land ein Restaurant oder eine Bar zu eröffnen. Vietnam ist ein Land der Gegensätze- ein Hotspot in Südostasien und noch immer ein Geheimtipp. Das macht dieses Land überaus attraktiv. Das Interesse an Tourismus ist groß und auf hohem Niveau.

Die Vietnamesen zeigen hohen Eifer und Willen. Gern bezeichnet man sie als die „Deutschen in Asien“.

Zu den schönsten und interessantesten Städten zählen Haiphong, Hué, Qui Nhon, Danang, Can Tho, Ho-Chi-Minh City und Nha Trang. Die Städte als auch die Menschen in Vietnam üben eine ganz bestimmte Faszination aus. Es fällt leicht, dieses Land zu lieben, welches mit einer weniger schönen Vergangenheit einhergeht.

Menschen, die sich hier niederlassen, verfolgen weniger den Gedanken das große Geld zu verdienen. Vielmehr schätzen sie ihre Beschäftigung in einer herrlichen Umgebung und erfahren eine schöne Zeit.

 

Selbstständig mit einem Restaurant in Vietnam- was ist rechtlich zu beachten?

Zur Selbstständigkeit mit einem Restaurant oder einer Bar in Vietnam zählt auch ein intensiver Papierkrieg. Anders als in den südostasiatischen Ländern wie Thailand oder Kambodscha wird hier sehr genau geprüft. Auch Nachweise über Ausbildungen und Berufserfahrungen werden erbeten. Möglicherweise lässt sich das auf die Marktwirtschaft mit sozialistischer Orientierung zurückführen.
Es ist sinnvoll, einen Blick auf das umfangreiche Steuer-und Wirtschaftsrecht in Vietnam zu werfen.
Versicherungsfragen, Aufenthalt, Arbeitserlaubnis, Visum- all das solltest du, vor deinem Vorhaben ein Restaurant oder eine Bar in Vietnam zu eröffnen, recherchieren.
Für die Ausstellung eines Visums benötigst du ein Antragsformular, welches du bei deiner Botschaft erhältst. Hier erfährst du auch alles über die Voraussetzungen einer Arbeitserlaubnis.

 

Welches Geschäftsmodell solltest du wählen?

Generell sind die Vietnamesen ein aufgeschlossenes Völkchen. Jedoch stehen sie westlichen Essgewohnheiten eher skeptisch gegenüber. Sie neigen traditionell zu regionalen Produkten. Gerichte wie Reis mit Huhn sind somit auch ihre Favoriten in einer europäischen Küche. Lediglich eine obere Mittelschicht ist geneigt sich dem ausländischen Essen zu widmen.
Ho-Chi-Minh Stadt zählt zu den experimentierfreudigsten Städten Vietnams. Man ist offener allem Fremden gegenüber. Hier gilt: mehr Geschäfte, mehr Restaurants, mehr Bars. Es wird deutlich, dass die Menschen „hungrig“ sind, sie wollen nach vorn, und die schlechten Zeiten vergessen.
In den bereits genannten Städten Danang oder Nha Trang kann man seit dem Jahr 2000 durchaus einen Boom in der Tourismusbranche erkennen.

Delikatem vietnamesischem Essen wie dem Pho musst du etwas entgegenzusetzen wissen.

Auf welche Gepflogenheiten und Lebenshaltungskosten muss ich achten?

Ganz entscheidend an deinem Erfolg ist es, dass du dich intensiv mit den Sitten und der Kultur Vietnams beschäftigst. Exotisch und touristisch ist Vietnam vielleicht nicht so interessant wie Kambodscha oder Thailand, aber die Menschen sind fleißig, agil und auf zack.
Deine Investitionskosten sind variabel, je nachdem welches Konzept du bevorzugst. Achte darauf, dass du nicht mehr Geld in dein Unternehmen steckst, als du Anteile hast. Suche dir deinen Partner geschickt aus. Bei etwa 50.000 Euro Investitionssumme kannst du maximal 50 Prozent Anteil haben. Bei 40 Prozent Anteil reduziert sich die Summe auf 20.000 Euro. Dein Partner sollte immer in der Lage sein, den gleichen Wert auf die Waagschale zu legen.
Die Lebenshaltungskosten sind deutlich niedriger als in den europäischen Staaten. Das Essen ist in der Regel preiswert. Viele Märkte halten preiswertes und schönes Obst und Gemüse bereit. So variieren die Preise in einem einfachen Restaurant für ein Gericht zwischen 1,00 und 3,00 Euro. Eine Wohnung kostet dich zwischen 100 bis 300 Euro pro Monat, abhängig von der Lage, Größe und Ausstattung.
Die vietnamesische Währung ist der Dong. 30 Cent bei uns entsprechen etwa 10.000 Dong.

Grundsätzlich ist Vietnam ein sehr gastfreundliches Land, und Ausländer sind willkommen. Die Bürokratie erscheint jedoch rigoros. Wie hoch die Hürde tatsächlich ist, um deinen Traum von einem Restaurant oder einer Bar in Vietnam zu erfüllen, kannst du nur herausfinden, wenn du es versuchst. Plane sorgfältig und zeige Kompetenz.
Vielleicht bestärken dich die Sätze eines erfolgreichen Restaurantbesitzers aus Deutschland: „Vietnam fesselt mich. Dieses Land hat eine Atmosphäre, die ich sehr mag. Es hat mich motiviert mehr Risiken einzugehen und dem nachzugehen, wovon ich wirklich träume“.