Setze dir Ziele und erreiche sie: Nach dem SMART-Prinzip

Dir kommt das sicherlich bekannt vor: Wir haben uns ein Ziel gesetzt und allen Freunden und Bekannten davon erzählt, dass wir nun jede Woche ins Fitnessstudio gehen, eine neue Sprache lernen oder bis zum Sommer 10 Kilo abgenommen haben wollen, und was geschieht? Die Bequemlichkeit hält wieder Einzug und das Sofa übt wieder eine größere Anziehungskraft aus als das Fitnessstudio oder der Englisch-Stammtisch Freitag abend. Wie konnte das passieren?

Wenn wir Ziele nicht erreichen, dann liegt es oft daran, dass sie nicht klar genug umrissen sind und dass wir nicht genügend unterstützende Faktoren haben, die unseren inneren Schweinehund besiegen helfen.

 

Zur erfolgreichen Erreichung von Zielen gibt es die sogenannte SMART-Regel. Das ist eine Abkürzung für:

SSpezifisch. Dein Ziel muss klar umrissen sein. Es sollte also nicht heißen „Ich möchte mehr Sport machen“ oder „Ich will etwas schlanker werden“, sondern muss klare Zielvorgaben enthalten. Diese könnten etwa lauten „Ich werde einmal pro Woche jeden Freitag ins Fitnessstudio gehen“ oder „Ich werde mir ein Trainingsprogramm entwerfen lassen, das ich montags und donnerstags praktiziere.“

– im Englischen „measurable“ oder in manchen Interpretationen auch „meaningful“. Ich schlage hier „überprüfbar“ als Terminus vor. Ein Ziel sollte messbar sein, indem man sich zahlenmäßig daran orientieren kann. „Ich möchte mehr lesen“ kann auch heißen, dass man ab und an den Sportteil der Zeitung liest, „Ich möchte pro Woche ein Buch zum Thema XY lesen“ ist etwas klar Messbares, um deine gesteckten Ziele auch auf deren Realisierung überprüfen zu können.

„Meaningful“ also „Bedeutsam“ könnte man hier auch anführen, denn hat ein Ziel keine höhere Bedeutung für dich sondern wurde dir von anderen sozusagen „aufgestülpt“ und entspricht gar nicht deinen Wünschen, dann wird es auch sehr schwer sein, dieses zu realisieren, weil der innere Antrieb fehlt.

A – im Englischen „Achievable“, also erreichbar. Setze dir erreichbare, realistische Ziele. Je kurzfristiger die Ziele erreicht werden sollen, desto kleiner sollten sie tendenziell sein. Arbeite dich dann langsam vor zu deinen Langfrist-Zielen, die durchaus fordernd, aber nicht unerreichbar sein sollten. Du willst dich ja mit deiner Zielerreichung nicht gandenlos frustrieren, sondern tatsächlich etwas erreichen. Du wirst nicht innerhalb eines Monats 10 Kilo abnehmen können, aber vielleicht innerhalb eines Jahres? Du wirst nicht nächsten Monat an einem Marathon teilnehmen können, wenn du noch nie dafür geübt hast, aber vielleicht in 2 Jahren?

R – Relevant. Dein Ziel sollte für dich persönlich relevant und bedeutsam sein. Wenn dir jemand einredet, dass du endlich einen gut bezahlten Job finden solltest oder BWL oder Jura studieren sollst, um viel Geld zu verdienen, du aber für dich entschieden hast, dass dir Freiheiten im Leben mehr bedeuten als ein prall gefülltes Bankkonto, dann wirst du dieses Ziel nicht erreichen oder aber, wenn die Überzeugungskraft derer, die dich dazu überreden wollen, sehr groß ist, wird dich dieses Ziel unglücklich machen.
Lass dich also nicht von anderen überreden!

TTerminiert. Such dir einen konkreten Zeitpunkt aus, bis zu dem du dein Ziel erreicht haben möchtest. Sei dabei realistisch, aber bleib nicht im Ungefähren. Ein konkreter Termin zur Zielerreichung ist wichtig, um nicht alle Anstregungen und die Anfangseuphorie wieder schnell schleifen zu lassen.

 

Viel Erfolg beim Erreichen all deiner Ziele,
alles Liebe,
dein Oliver

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