So stärkst du das Selbstbewusstsein deines Kindes

Die Natur hat es so wunderbar angelegt: Wenn Kinder auf die Welt kommen, verfügen sie über ein unbegrenztes Vertrauen.
Im Laufe eines Menschenlebens zerbricht dieses Vertrauen, mal früher oder später. In der Regel jedoch viel zu früh.

Mangelndes Selbstvertrauen lässt an dieser Stelle zahlreiche Probleme wachsen. Es gibt Kinder, welche an diesen Problemen scheitern und sich mehr und mehr in unserer gehetzten Welt verlieren. Später wirken sie arrogant, sind egoistisch oder ertränken ihre Zweifel in Alkohol. Das Urvertrauen wurde unterbrochen oder hat einen völligen Stillstand erlitten.
Es gibt aber auch die Kinder, welche auf ganz natürliche Weise gelernt haben, sich selbst und ihrer Umwelt zu vertrauen.

Glück kann man nicht kaufen, es wird geboren.

„Willkommen im Leben“ ist ein beliebter Satz zur Geburt, aber auch zu Beginn des 18. Lebensjahres. Spätestens mit Eintritt in das Erwachsenenalter zeigt sich, wieviel Urvertrauen dein Kind bewahren konnte.
Fest steht: Ein gesundes Selbstwertgefühl und Vertrauen sind Geschenke der Natur.
Es lohnt sich, diese Qualitäten zu fördern! 

 

Stärke das Selbstbewusstsein deines Kindes auf ganz natürliche Weise!

Eltern erwarten in der Regel viel. Sie sehnen sich nach dem Idealzustand. Zunehmend folgen die Kinder dem verzerrten Vorstellungsbild ihrer Eltern. Sie sind leistungsbereit, wissensdurstig, sportlich, neugierig, computerbegeistert, Englisch sprechend – und selbstverständlich erfolgreich. An dieser Stelle definieren sich die erwartungsbesessenen Eltern über ihr Kinder.

 

Steuere dagegen:

  • Verlasse das Feld der förderwütigen Frühpädagogik. Nachhilfeunterricht, Förderkurse und Verhaltenstherapien setzen immer genau da an, woran dein Kind bereits gescheitert ist. Das Kinderleben erfährt eine starke Einschränkung. Du planst und denkst für dein Kind. Kindheit lässt sich nicht organisieren.
  • Verabschiede dich von der Vorstellung, dein Kind in den ersten sechs Jahren zu perfektionieren.
  • Pädagogik stammt nicht aus dem Lehrbuch. Schau auf deine eigene Biografie. Wie hast du deine Kindheit erlebt? Welche Momente haben dich besonders glücklich gemacht? Denke an bestimmte Ereignisse, Eindrücke und Erfahrungen zurück, welche dein Leben reichhaltig gemacht haben.
  • Betrachte die ersten Lebensjahre deines Kindes als einen eigenen Entwicklungszeitraum.
  • Didaktische Vielfalt benötigen die Kinder nur bedingt. Vielmehr brauchen sie ruhende, mitfühlende, zuverlässige und lebensfrohe Menschen um sich herum.
  • Vermittle deinem Kind nicht das Gefühl, dass seelische Grundbedürfnisse von lobenswerten Ereignissen abhängen.

 

Kleine Schritte, die zum Nachdenken anregen:

  • Wenn du dein Kind verändern möchtest, musst du dich selbst ändern.
  • Schau auf deine eigene Entwicklung, wenn du deinem Kind in der Entwicklung helfen möchtest.
  • Schenke dir selbst Vertrauen, wenn du Vertrauen von deinem Kind erfahren möchtest.
  • Berücksichtige stets die Entwicklungsschritte: Es gibt keine idealtypische Entwicklungsgeschwindigkeit. Jedes Kind entwickelt sich individuell.

 

Was dein Kind stark macht:

  • Schenke deinem Kind Zeit und Ruhe. Es ist die wohl kostbarste Zeit, die du deinem Kind schenken kannst: Zeit zum gemeinsamen Spielen, Lesen, Träumen und Lachen. Das Schöne daran: Es kostet nichts! Nur deine liebevolle Anwesenheit.
  • Freue dich, über die noch so kleinen Dinge und Erlebnisse.
  • Breche niemals das natürliche Vertrauen deines Kindes.
  • Stärke die Selbstwirksamkeit: Gib deinem Kind Gelegenheit, Aufgaben auszuführen. Es sollte selbst erstaunt darüber sein, wie gut es eine Aufgabe hinbekommen hat.

All das übt eine besondere Wirkung auf das spätere Leben aus: Wenn du dein Kind auf ganz natürliche Weise stärkst, dann ist es nicht mehr schwach. Es glaubt an sich. Wenn es an sich glaubt und nicht schwach ist, dann trotzt es den Verführungen, die es allenthalben in unserer Welt gibt.

Es gibt eine Fülle von Strategien, um das Selbstbewusstsein zu stärken. Sich selbst zu lieben und anzunehmen zählt wohl zu den wichtigsten Empfehlungen.

 

Schenke Selbstvertrauen, es ist es doch gar nicht so schwer:

  • Liebe dein Kind bedingungslos.
  • Lehre es zu lieben.
  • Erziehe dein Kind mit Fantasie, Geduld, Achtung und Freude.
  • Schaffe eine Erlebniswelt, um diese Tugenden weiter zu geben.
  • Freue dich über gefüllte Taschen mit Murmeln, Steinen, Schnecken oder Würmern.
  • Lasse dein Kind im Matsch spielen und im Regen tanzen. Unterbreche es nicht, wenn es am Löwenzahn schnuppert.
  • Staune gemeinsam mit deinem Kind über alle Wunder, welche euch begegnen: Regenbogen, Sternschnuppen, Schneeflocken, Schmetterlinge und viele weitere tausend Dinge.
  • Teile deine Begeisterung und vermittle lichte Gedanken und Mut.
  • Übe dich in Toleranz.

Mit einem Herz voller Liebe sowie starken und offenen Armen förderst du das Urvertrauen. Die dunkle und oft zermürbende Erwachsenenwelt hat keine Chance den Selbstwert deines Kindes zu brechen.

Das Herz deines Kindes gleicht einem Garten. Es kann Liebe, Groll, Mitgefühl und Angst wachsen lassen. Achte gut darauf, welchen Schössling du hegst. 

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