Wähle dich selbst aus. Zeig es den Kindern von damals aus dem Sportunterricht.

Erinnerst du dich noch an diese Momente im Sportunterricht, als zwei Kinder die Mitglieder ihrer jeweiligen Mannschaft auswählen sollten? Die besten, sportlichsten und beliebtesten Mitschüler waren natürlich schnell in einem der Teams und mit jeder Runde hoffte man ein wenig mehr, nicht als letzter in der Reihe übrigzubleiben. Ich blieb oft als letzter in der Reihe übrig. Ich war unsportlich wie ein Sack nasser Wäsche. Und ich konnten den Sportunterricht nicht ausstehen, das merkte man mir wohl an.

Damals schwor ich mir, dass ich niemals mehr dieses Gefühl haben wollte. Doch während meiner Jugend- und jungen Erwachsenenzeit kam es weiterhin immer öfter vor, dass ich darauf wartete, ausgewählt zu werden anstatt dass ich auswählte, ob das bei Frauen oder bei Freunden der Fall war. Irgendwann entschloss ich mich, das zu ändern. Ich begann, mich nach und nach mit den Leuten zu umgeben, mit denen ich mich umgeben wollte und nicht mit denen, die Zeit mit mir verbringen wollten, weil man sich vielleicht schon seit 20 Jahren kennt, aber mittlerweile kaum noch etwas als die gemeinsamen Erinnerungen an die Jugend gemein hat.

Ich wartete nicht mehr darauf, dass irgendjemand meine Fotografie entdeckte, sondern ich stellte eine umfassende Webseite zum Thema Street Photography ins Internet, bot Workshops an, kontaktierte die bekanntesten Fotografen in diesem Bereich und beteiligte mich an den größten Wettbewerben. Nun wurde ich zwar auch wieder ausgewählt, aber von den Leuten, von denen ich ausgewählt werden wollte, umd das zu erreichen, was ich erreichen wollte – und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Das Gleiche mit Meditation – ich wollte Meditationen anbieten und Menschen den Nutzen von Meditation nahebringen – also nahm ich mir vor, die größte deutschsprachige Webseite zu diesem Thema aufzubauen.

Was es auch ist, das du erreichen möchtest  – warte nicht darauf, bis jemand dein Talent erkennt sondern werde aktiv! Reibe anderen dein Talent unter die Nase, auch wenn es manchmal nach der Devise „Fake it until you make it“ funktioniert  -wenn du etwas wirklich willst, dann schau dir solange das erwünschte Verhalten von deinen Vorbildern ab, bis du es gut kopieren kannst – dann wirst du deinem Ziel rasch nahekommen.

Hinterfrage die verbreitete Angst „Ich brauche erst ein mehrjähriges Studium oder eine Ausbildung, um mir diesen Traum zu erfüllen“ – ist das wirklich so? Kannst du dir das nötige Wissen nicht auch anders erarbeiten? Es gibt für fast alle beruflichen Wünsche im Bereich der Selbständigkeit alternative Herangehensweisen. Mach dich selbst zum Experten. Du fotografierst gerne? Gib dein eigenes Fotografiemagazin heraus. Du malst gerne? Interviewe andere Maler und gib einen Blog mit Interviews heraus! Mach dich zu dem anerkannten Experten auf deinem Gebiet.

Mach dich unabhängig von anderen, die dich auswählen und finden müssen, sondern wähle dich selbst aus als den einen, an dem kein Weg vorbeiführt. Du brauchst dafür nicht viel mehr als einen Internetanschluss und eine Prise Leidenschaft und Durchhaltevermögen.

Genau das Gleich gilt für Freundschaften – trenn dich von Freunden, die du nur noch aus Gewohnheit triffst und die keinen positiven Einfluss auf dein Leben mehr haben. Such dir Menschen, die dich bestärken und positiv beeinflussen. Oft hängen wir an Freundschaften aus nostalgischen Gründen. Sieh es doch so: Diese eine Person war für den Menschen, der du damals warst, vielleicht genau der richtige Mensch, den du brauchtest – aber jetzt hast du dich geändert und damit auch die Bedürfnisse an eine Freundschaft, die dich erfüllt und weiterbringt.

Zeig es den anderen Kindern von damals im Sportunterricht. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem du dich selbst auswählst und unabhängig von der Meinung anderer machst.

 

Alles Liebe, bleib stark,
dein Oliver

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